Pressemitteilung des Sportbundes Pfalz

Historischer Augenblick - Erstes pfälzisches Sportmuseum in Hauenstein

04.07.2011 11:00 von A. Kaufmann

Radsporttrophäen um 1910
Radsporttrophäen um 1910
Radsporttrophäen um 1910
Radsporttrophäen um 1910

Der Sportbund Pfalz hat am 24. Juni mit der Eröffnung des Ersten Pfälzischen Sportmuseums ein neues Kapitel in seiner über 60-jährigen Geschichte aufgeschlagen. Sportbund-Präsident Dieter Noppenberger sprach von einem historischen, bedeutungsvollen Augenblick für den Dachverband. Eindrucksvoll zeige das Museum auf 250 Quadratmetern, „was sich in 200 Jahren Sportgeschichte gewandelt hat”.

Seit dem 24. Juni präsentiert der Sportbund Pfalz über 200 Jahre pfälzische Sportgeschichte in musealer Form unter dem Dach des Deutschen Schuhmuseums Hauenstein. Auf 250 Quadratmetern erfährt der Besucher vieles über die Anfänge des Turnens in der Pfalz, über die Gründung der Sportvereine, über das Rhönrad, das eigentlich Pfalzrad heißen müsste, weil es ein Pfälzer in der Pfalz erfunden und entwickelt hat, über den Sport im Nationalsozialismus, über die legendäre Siegfriedstaffel aus Ludwigshafen oder darüber, warum das Südweststadion in Ludwigshafen symbolisch steht für den Wiederaufbau des Sports nach dem 2. Weltkrieg. Es sind Geschichten und es ist Geschichte, die das Sportmuseum erzählt und vermittelt, Geschichten, die nur der Sport so schreiben kann. Ergänzt werden Exponate und Infotexte durch interessante Filme, die der Besucher im Museum an drei Stationen anwählen kann, zum Beispiel über das Rhönradturnen, über die Biathlon-Nationalmannschaft im Jahr 1965 mit dem Pfälzer Hans Broschey oder über das Sommer- und Wintertraining des Skiclubs Pirmasens in der 1950er Jahren. Zu sehen gibt es natürlich zahlreiche Siegerurkunden, Medaillen, Pokale und andere Auszeichnungen pfälzischer Sportler, die bei Deutschen, Europa- oder Weltmeisterschaften sowie bei Olympischen Spielen erfolgreich waren.

Das Sportmuseum besteht aus drei Räumen, die mit der Raumgestaltung und der Lichtinszenierung auf die jeweiligen Zeitabschnitte eingehen und diese inhaltlich unterstreichen. Es wird somit ein ganzheitliches, stimmiges Konzept aus Raumgestaltung und Inhalt verfolgt.

Dass sich der Pfälzische Sportbund ausgerechnet Hauenstein und nicht etwa eine Großstadt in der Pfalz ausgesucht hat, begründete Ortsbürgermeister Bernard Rödig bei der Eröffnung selbstbewusst mit dem Erfolg des Schuhmuseums: „Meinen Sie, der Sportbund wäre in ein erfolgloses Museum gegangen? Schuhe und Sport - das passt. Daraus kann etwas erwachsen”, blickte Rödig, der auch Stiftungsratsvorsitzender des Deutschen Schuhmuseums ist, zuversichtlich in die Zukunft. Bestes Beispiel für die ideale Ergänzung von Schuh und Sport sind die Laufschuhe von Gerd Hornberger, einst 100-Meter-Läufer aus Waldfischbach, der 1936 in Berlin bei den Olympischen Spielen mit der Staffel die Bronzemedaille gewann. Diese Spikes, im Besitz des Deutschen Schuhmuseums Hauenstein, haben nun natürlich ihren Platz im pfälzischen Sportmuseum gefunden und sind ab sofort für die Besucher zu bewundern.

Landrat Hans Jörg Duppré sieht in der Entscheidung des Sportbundes Pfalz pro Hauenstein, das „weit über das notwendige Maß hinausgehende Engagement” von Museumsleiter Willy Schächter und dem Museums-Team gewürdigt. Schächter wie auch Sportbund-Präsident Dieter Noppenberger lobten die gute Zusammenarbeit beider Partner bei der Planung und Einrichtung des neuen Museums.

Bilder: Museumslogo & Radsporttrophäen um 1910 (beide zur kostenfreien Veröffentlichung freigegeben)

Kontakt:
Sportbund Pfalz
Asmus Kaufmann, Referent für Marketing
Referent für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit
Barbarossaring 56
67655 Kaiserslautern
T
0631. 34112-35
E
asmus.kaufmann@sportbund-pfalz.de
  

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