Die Landesregierung hat eine neue Corona-Bekämpfungsverordnung (24. CoBeLVO) erlassen, die am Freitag, 02. Juli in Kraft getreten ist, bis 30. Juli läuft – und weitere Lockerungen für den Sport bringt. Insbesondere ist nun sowohl im Außenbereich wie auch im Innenbereich die aktive Sportausübung mit maximal 50 Personen möglich.
Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport sind im Freien und auf allen öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen – und in allen öffentlichen und privaten gedeckten Sportanlagen – zulässig, wenn die Sportausübung im Rahmen der allgemeinen Kontaktbeschränkung erfolgt oder von mindestens einer verantwortlichen Person angeleitet wird – und zwar in Gruppen von maximal 50 teilnehmenden Personen. Geimpfte und Genesene werden dabei weiterhin nicht mitgezählt. Neu ist, dass angeleitetes Training bzw. ein Wettkampf in einer Mannschaftssportart ab sofort auch in einer höheren Personenzahl möglich ist. Vorausgesetzt, diese Personenzahl ist bei dieser Sportart erforderlich. Beispiel: American Football.

Geändert hat sich auch die Personenbeschränkung im Innenbereich, also etwa in einer Sporthalle. Hier darf nicht mehr nur eine Person pro zehn Quadratmeter, sondern nun eine Person pro fünf Quadratmeter ihrer Sportart nachgehen. Wichtig: Im Innenbereich bleibt die Testpflicht für aktive Sportler*innen weiterhin bestehen. Wobei dies nur für über 14-Jährige gilt – nicht für Geimpfte und Genesene und auch nicht für Trainer*innen und Zuschauer*innen. Zuschauer*innen sind im Innenbereich bis zu 350 Personen zulässig – ohne Testpflicht, aber mit Kontakterfassung. Bei Sport im Außenbereich sind bis zu 500 Zuschauer*innen erlaubt – ohne Testpflicht und auch ohne Kontakterfassung. Unterschieden wird auch nicht mehr zwischen Inzidenzen unter und über 50, da die Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile landesweit stabil bei einem Wert von deutlich unter 10 stagniert.

Da beim aktiven Sporttreiben ein erhöhter Aerosolausstoß im Vergleich zu ruhigen Besuchen in der Gastronomie oder in Galerien/Museen entsteht, bleibt es zunächst auch bei der Testpflicht für die aktiv Sporttreibenden in der Halle. Die Testpflicht stellt sicherlich für manche Vereine noch eine Hürde für den Sport im Innenbereich dar. Fakt ist aber auch, dass beim aktiven Sport in geschlossenen Räumen die Ansteckungsgefahr nach Erkenntnissen der Wissenschaft höher ist als im Freien. Wohlgemerkt, die Testpflicht in Sporthallen besteht nicht für Trainer*innen und Zuschauer*innen, sie gewährleistet aber eine größere Sicherheit und bleibt damit auch ein Baustein zur Vermeidung einer möglichen vierten Welle. Tests geben Trainer*innen, aber auch den Trainierenden – insbesondere mit Blick auf die Erhöhung der zulässigen Personenzahl und die stark ansteckende Delta-Variante des Virus – ein Mehr an Sicherheit, nur mit nicht infizierten sowie geimpften und genesenen Teilnehmer*innen Sport zu treiben.

Weiterhin niedrige Inzidenzzahlen vorausgesetzt, werden sich die regionalen Sportbünde und der Landessportbund im Vorfeld der nächsten CoBeLVO dafür stark machen, dass Sport ab August wieder ohne jegliche Restriktionen möglich sein wird. Die jetzige 24. Verordnung gilt bis zum 30 Juli.